Lehre

Als universitäre Einrichtung bieten wir eine praxisorientierte, strukturierte und wissenschaftlich fundierte Ausbildung, die aktuelle Forschungserkenntnisse eng mit der klinischen Praxis verbindet. Im Mittelpunkt stehen dabei ein angewandtes Verständnis und klinisches Denken. Wir streben danach, dass unsere Studierenden moderne Diagnose- und Therapieverfahren unmittelbar im Versorgungsalltag erlernen und sich durch die enge Zusammenarbeit mit erfahrenen ärztlichen Kollegen zu kompetenten und verantwortungsbewussten Medizinerinnen und Medizinern entwickeln.

Im Folgenden geben wir Ihnen einen kurzen Einblick in unsere vielfältigen Lehrformate – von Vorlesungen und Blockpraktika über Wahlpflichtfächer und das Praktische Jahr bis hin zur Doktorandenbetreuung und unserem Social-Media-Auftritt in der Lehre.

Unser Team engagiert sich in einem breiten Spektrum medizinischer Vorlesungen, die zentrale Bereiche der patientenorientierten Versorgung abdecken – von Prävention und Gesundheitsförderung über Akut- und Notfallmedizin bis hin zu spezialisierten internistischen, gastroenterologischen, hepatologischen, infektiologischen, immunologischen und onkologischen Themen.

In unseren Vorlesungen verbinden wir wissenschaftlich fundierte Grundlagen mit praxisnaher fall-basierte klinischer Erfahrung. Dabei legen wir besonderen Wert auf kritisches Denken, evidenzbasierte Entscheidungsfindung und eine ganzheitliche Betrachtung des Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und Versorgungssituationen. Ziel ist es, Studierende umfassend auf die vielfältigen Herausforderungen der modernen Medizin vorzubereiten.

Unser Team ist an den folgenden Vorlesungen beteiligt:

  • Innere Medizin (Gastroenterologie, GI-Onkologie, Diabetologie und Endokrinologie)
  • Allgemeine Notfallmedizin,
  • Prävention und Gesundheitsförderung,
  • Infektiologie und Immunologie,
  • Medizin des Alterns,
  • Klinische Umweltmedizin/ Schwerpunkt GI Onkologie

Besonders spannende Alltagsthemen erarbeiten wir gemeinsam mit den Studierenden in kleinen, interaktiven Gruppen. Dabei legen wir großen Wert auf eine breite und praxisorientierte Diskussion, etwa zur Pathophysiologie der Leberzirrhose und der Gastritiden.

Um die Bedeutung der interdisziplinären Zusammenarbeit zu verdeutlichen, veranstalten wir gemeinsam mit Univ.-Prof. Dr. Vieth und Dr. Veits vom Institut für Pathologie das Seminar „Klinisch-pathologische Konferenz“. Hier lernen die Studierenden am Beispiel von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Pankreastumoren, wie entscheidend der tägliche Dialog zwischen Pathologie und Gastroenterologie für die richtige Diagnosestellung ist.

Das Blockpraktikum Innere Medizin bietet Studierenden die Möglichkeit, theoretisch erworbenes Wissen unmittelbar in der klinischen Praxis anzuwenden und zu vertiefen. Im Mittelpunkt steht die strukturierte Anamneseerhebung, die Durchführung einer vollständigen körperlichen Untersuchung sowie die Interpretation diagnostischer Befunde.

Unter Anleitung erfahrener Ärztinnen und Ärzte lernen die Studierenden, internistische Krankheitsbilder eigenständig zu erkennen, differenzialdiagnostisch einzuordnen und therapeutische Konzepte nachzuvollziehen. Die aktive Einbindung in den Stationsalltag, Visiten und Fallbesprechungen fördert klinisches Denken, interprofessionelle Zusammenarbeit und einen sicheren Umgang mit Patientinnen und Patienten.

Ziel des Blockpraktikums ist es, klinische Handlungskompetenz zu entwickeln, Verantwortungsbewusstsein zu stärken und Sicherheit im praktischen ärztlichen Arbeiten zu gewinnen.

Ziel des Wahlpflichtfaches ist es, theoretisches Wissen mit praktischen Fertigkeiten zu verbinden und ein vertieftes Verständnis für Diagnostik, Pathophysiologie und Management gastroenterologischer Erkrankungen zu entwickeln. Das Wahlpflichtfach Gastroenterologie bietet eine praxisnahe und interaktive Vertiefung zentraler diagnostischer und klinischer Kompetenzen im Bereich der Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts.

  • Einführung in die Endoskopie:

Nach einer theoretischen Einführung zu Indikationen, Kontraindikationen und möglichen Komplikationen endoskopischer Untersuchungen erfolgt die praktische Schulung an Simulatoren. Die Studierenden erlernen die Gerätebedienung und üben selbstständig die Durchführung einer Ösophago-Gastro-Duodenoskopie (ÖGD) sowie ggf. einer Koloskopie an einem Model.

  • Einführung in die Sonographie:

Im Fokus stehen die physikalischen Grundlagen der Ultraschalldiagnostik, die Handhabung der Geräte sowie die standardisierten Schnittebenen. Vermittelt wird die normale Sonoanatomie der abdominellen Organe (Leber, Gallenblase, Milz, Pankreas, Nieren, kleines Becken) und der Schilddrüse. Zudem lernen die Teilnehmenden, typische Artefakte zu erkennen und korrekt zu beurteilen.

  • Problemorientiertes Lernen:

Anhand klinischer Fallbeispiele werden pathophysiologische Zusammenhänge sowie diagnostische und therapeutische Strategien bei gastroenterologischen Erkrankungen erarbeitet. Ergänzend findet eine Live-Demonstration ausgewählter endoskopischer und sonographischer Eingriffe statt.

Im Rahmen des Praktischen Jahres (PJ) bieten wir eine umfassende und praxisorientierte Ausbildung in der Inneren Medizin mit den Schwerpunkten Gastroenterologie, GI-Onkologie, Endokrinologie und Diabetologie. Ziel ist es, klinische Kompetenz, eigenverantwortliches Handeln und fundiertes internistisches Denken nachhaltig zu fördern.

Die Studierenden sind aktiv in den klinischen Alltag eingebunden und nehmen an Visiten, Fallbesprechungen sowie diagnostischen und therapeutischen Entscheidungsprozessen teil. Dabei erhalten sie einen vertieften Einblick in moderne gastroenterologische Diagnostik- und Therapieverfahren und übernehmen – unter Supervision erfahrener Kolleginnen und Kollegen – schrittweise Verantwortung in der Betreuung und Behandlung von Patientinnen und Patienten. So entwickeln sie individuelle fachliche Kompetenzen sowohl für die allgemeinmedizinische Versorgung als auch für eine mögliche akademische Laufbahn.

Ergänzt wird die praktische Ausbildung durch regelmäßige klinikinterne Fortbildungen. Aktuelle medizinische Entwicklungen, wissenschaftliche Fragestellungen und konkrete Patientenfälle werden interaktiv diskutiert und reflektiert.

Seit 2019 ist @fit4gastro als innovatives, digitales Lehrformat fest etabliert und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Plattform dient als ergänzendes Angebot zur Präsenzlehre und fördert ein modernes, interaktives Lernen.

Im Mittelpunkt stehen das strukturierte Wiederholen prüfungsrelevanter Inhalte, das gemeinsame Diskutieren klinischer Fälle sowie das Vertiefen komplexer Zusammenhänge aus Gastroenterologie und Innerer Medizin. Durch fallbasierte Beiträge, kompakte Lernimpulse und dialogorientierte Formate wird Wissen nicht nur vermittelt, sondern aktiv erarbeitet und reflektiert.

@fit4gastro verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnaher Wissensvermittlung und schafft so einen niederschwelligen, flexiblen Zugang zu qualitativ hochwertiger Lehre – orts- und zeitunabhängig.