Forschung und Krankenversorgung gehen bei uns Hand in Hand: Als universitärer Medizincampus legen wir Wert auf eine Ausbildung, die fachlich fundiert ist, klar strukturiert abläuft und stets den Bezug zur täglichen klinischen Arbeit hält. Was unsere Studierenden lernen, sollen sie verstehen und anwenden können – deshalb steht das klinische Denken im Zentrum. Im direkten Austausch mit erfahrenen Ärztinnen und Ärzten machen sie sich mit den aktuellen diagnostischen und therapeutischen Verfahren der Herz-Kreislauf-Medizin vertraut und wachsen so zu fachlich versierten und verantwortungsvoll handelnden Medizinerinnen und Medizinern heran.
Die folgenden Abschnitte stellen unsere Lehrangebote im Überblick vor: von Vorlesungen und dem Blockpraktikum über das Wahlpflichtfach und das Praktische Jahr bis hin zur Betreuung von Promotionen.
In Rahmen der Vorlesungen deckt unser Team ein weites thematisches Feld ab. Es reicht von Prävention und Gesundheitsförderung über die Akut- und Notfallversorgung bis zu den klassischen kardiologischen Krankheitsbildern – etwa der Herzinsuffizienz, der koronaren Herzkrankheit, Herzrhythmusstörungen sowie Erkrankungen der Herzklappen und des Herzmuskels.
Wir verknüpfen dabei das wissenschaftliche Fundament konsequent mit konkreten Fallbeispielen aus der Versorgungspraxis. Kritisches Hinterfragen, evidenzbasierte Entscheidungen und der Blick auf den ganzen Menschen in seiner jeweiligen Lebens- und Versorgungssituation sind uns besonders wichtig. So möchten wir die Studierenden auf die ganze Bandbreite dessen vorbereiten, was die moderne Herz-Kreislauf-Medizin von ihnen verlangt.
An folgenden Vorlesungen wirkt unser Team mit:
- Hauptvorlesung Innere Medizin (Kardiologie und internistische Intensivmedizin)
- Allgemeine Notfallmedizin
- Prävention und Gesundheitsförderung (kardiovaskuläre Risikofaktoren)
- Akut- und Intensivmedizin
- Medizin des Alterns
- Klinische Pharmakologie / Schwerpunkt kardiovaskuläre Therapie
Praxisrelevante Fragestellungen des klinischen Alltags greifen wir in kleinen, interaktiven Gruppen auf. Im Vordergrund steht die offene fachliche Diskussion, beispielsweise rund um die Pathophysiologie zentraler kardiovaskulärer Erkrankungen.
Wie eng die Fachdisziplinen zusammenarbeiten, erfahren die Studierenden in der gemeinsam mit der Herzchirurgie und der Bildgebung gestalteten „Klinisch-kardiologischen Konferenz – Kardiokonferenz“. Hier erleben sie unmittelbar, wie im Heart-Team auch über komplexe Herzerkrankungen entschieden und daraus eine individuell auf die einzelne Patientin oder den einzelnen Patienten zugeschnittene Therapieempfehlung abgeleitet wird. Anhand von Herzklappenerkrankungen und anspruchsvollen koronaren Befunden wird deutlich, welche Rolle der tägliche Dialog im Herz-Team für eine zutreffende Diagnose und die richtige Therapieentscheidung spielt.
Das Blockpraktikum Innere Medizin schlägt die Brücke zwischen Theorie und Klinik: Hier setzen die Studierenden ihr Wissen erstmals direkt am Patienten ein und vertiefen es. Geübt werden die strukturierte Anamnese, die vollständige körperliche Untersuchung – mit besonderem Augenmerk auf die kardiale Auskultation – sowie das Befunden von EKG und Laborwerten.
Begleitet von erfahrenen Ärztinnen und Ärzten lernen sie, internistische und vor allem kardiologische Krankheitsbilder selbst zu erkennen, differenzialdiagnostisch einzuordnen und die zugehörigen Behandlungsstrategien nachzuvollziehen. Durch die Mitarbeit auf Station, bei Visiten, in der Herz-Kreislauf-Diagnostik (Echokardiografie), im Herzkatheterlabor und bei Fallbesprechungen schulen sie ihr klinisches Denken, üben die Zusammenarbeit im Team und gewinnen Sicherheit im Umgang mit Patientinnen und Patienten.
Am Ende des Blockpraktikums sollen die Studierenden klinisch handlungsfähig sein, Verantwortung übernehmen können und sich im praktischen ärztlichen Arbeiten sicherer fühlen.
In der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin sind jederzeit Praktika und Famulaturen möglich. Anfragen bitte mit aussagekräftigen Unterlagen (Lebenslauf/Zeugnisse/Motivationsschreiben für Interesse an der Herzmedizin) per E-Mail über das Sekretariat kardiologie@klinikum-bayreuth.de
Im Praktischen Jahr (PJ) ermöglichen wir eine breit angelegte, praxisnahe Ausbildung in der Inneren Medizin mit den Schwerpunkten Kardiologie und internistische Intensivmedizin. Unser Anliegen ist es, klinisches Können, eigenständiges Handeln und ein tragfähiges internistisches Urteilsvermögen dauerhaft zu festigen.
Die Studierenden sind fest in den Klinikalltag eingebunden und begleiten Visiten – auch auf der Intensivstation –, Fallbesprechungen sowie diagnostische und therapeutische Entscheidungen. Sie gewinnen dabei einen tiefen Einblick in das moderne kardiologische Methodenspektrum, das von der nicht-invasiven Bildgebung über die Funktionsdiagnostik bis zur interventionellen Kardiologie reicht, und übernehmen unter Anleitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen nach und nach selbst Verantwortung für die Betreuung der Patientinnen und Patienten. Auf diese Weise bauen sie Kompetenzen auf, die ihnen sowohl in der breiten Versorgung als auch auf einem möglichen wissenschaftlichen Weg zugutekommen.
Abgerundet wird das PJ durch regelmäßige interne Fortbildungen, in denen aktuelle Entwicklungen, wissenschaftliche Fragen und reale Patientenfälle gemeinsam besprochen und reflektiert werden.